bms future energy GmbH · bms ERP · Stand: September 2026
Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen der bms future energy GmbH, FN 608305 T, Freistädter Straße 217a, 4040 Linz, Österreich („Anbieter“) und Unternehmern im Sinne des § 1 KSchG („Kunde“) über die Nutzung der SaaS-Software „bms ERP“.
bms ERP ist ausschließlich für Unternehmer bestimmt. Verbraucher können das System nicht regulär buchen — die Registrierung erfordert eine gültige EU-USt-IdNr. (VIES-Prüfung) und eine geschäftliche E-Mail-Domain. Sollte dennoch ein Verbraucher versehentlich ein Konto erstellt haben, ist er berechtigt, den Vertrag binnen 14 Tagen formlos per E-Mail an future-energy@bmsystems.at zu widerrufen; Zahlungen werden in diesem Fall vollständig zurückerstattet.
Der Anbieter erbringt für den Kunden mit „bms ERP“ cloudbasierte Softwareleistungen im Wege eines Software-as-a-Service-Modells über das Internet. Der bei Vertragsschluss maßgebliche Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweils aktuellen Produktbeschreibung auf erp.bms-gruppe.at. Der Anbieter darf den Funktionsumfang jederzeit erweitern; die Reduzierung wesentlicher Funktionen ist nur mit 30 Tagen Vorankündigung möglich, verbunden mit einem außerordentlichen Kündigungsrecht des Kunden ab Wirksamwerden der Änderung.
Der Vertrag kommt mit erfolgreichem Abschluss der Registrierung zustande (Firma und USt-IdNr., Bestätigung der E-Mail-Adresse, Vergabe eines Passworts und Annahme dieser AGB).
Der Kunde erhält nach Vertragsschluss im Tarif Business eine 14-tägige Testphase mit vollem Funktionsumfang aller Module. Während der Testphase entstehen keine Zahlungsverpflichtungen. Wird innerhalb der Testphase kein zahlungspflichtiges Modul gebucht, endet der Zugang zu den Zusatzmodulen automatisch; die Kernbuchhaltung bleibt bis zur ausdrücklichen Kündigung eingeschränkt zugänglich, damit Daten exportiert werden können.
Die Testphase kann je Firma — identifiziert über die USt-IdNr. — und je E-Mail-Adresse nur einmal in Anspruch genommen werden. Nach Ablauf oder Kündigung ist eine erneute kostenlose Testphase mit derselben Firma nicht möglich; registriert sich dieselbe Firma erneut, auch unter einer anderen E-Mail-Adresse, kommt mit Abschluss der Registrierung ein kostenpflichtiger Vertrag über das gewählte Modul zustande.
In den Tarifen Professional und Enterprise gibt es keine Testphase — der Vertrag wird mit der ersten Zahlung wirksam.
Die aktuellen Preise sind unter erp.bms-gruppe.at ausgewiesen. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer.
Die Zahlung erfolgt monatlich im Voraus über den Zahlungsdienstleister Stripe (Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift). Die Rechnung wird per E-Mail an die Rechnungsadresse des Kunden versandt und ist zusätzlich im Kundenportal abrufbar.
Preisänderungen teilt der Anbieter mindestens 60 Tage vor Wirksamwerden per E-Mail mit. Übersteigt die Erhöhung 10 % gegenüber dem bis dahin geltenden Preis, kann der Kunde den Vertrag außerordentlich zum Wirksamkeitszeitpunkt kündigen.
Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe gemäß § 456 UGB zu verrechnen. Nach der zweiten Mahnung kann der Zugang zur Software vorübergehend gesperrt werden; die Daten des Kunden bleiben davon unberührt. Die Sperre wird nach Zahlungseingang binnen 24 Stunden aufgehoben.
Die Vertragslaufzeit beträgt einen Monat und verlängert sich automatisch um jeweils einen weiteren Monat, wenn nicht zum Monatsende gekündigt wird.
Die ordentliche Kündigung kann jederzeit im Stripe-Kundenportal oder per E-Mail an future-energy@bmsystems.at erklärt werden. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit der Software. Eine bestimmte Verfügbarkeit wird nicht zugesagt; 99 % im Jahresmittel, gemessen zu Bürozeiten (Montag bis Freitag, 08:00 bis 18:00 Uhr MEZ), stellen lediglich einen unverbindlichen Richtwert dar.
Ausgenommen sind angekündigte Wartungsfenster (in der Regel Sonntag 22:00 bis 04:00 Uhr MEZ), höhere Gewalt und Ausfälle bei Drittanbietern. Ein Anspruch auf Schadenersatz aus Nichtverfügbarkeit besteht nur bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz und ist auf § 13 begrenzt.
Der Kunde bleibt jederzeit Inhaber seiner Daten. Der Anbieter verarbeitet diese Daten in eigener datenschutzrechtlicher Verantwortlichkeit in dem zur Vertragserfüllung, zur Abrechnung, zur Gewährleistung der Systemsicherheit sowie zur Erfüllung gesetzlicher Pflichten erforderlichen Umfang. Näheres ergibt sich aus der Datenschutzerklärung.
Soweit der Anbieter bei der Nutzung von bms ERP personenbezogene Daten als Auftragsverarbeiter verarbeitet, gilt ergänzend der auf erp.bms-gruppe.at/avv veröffentlichte Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO als vereinbart. Auf Anfrage stellt der Anbieter zusätzlich eine unterzeichnete Fassung bereit.
Datenrückgabe nach Vertragsende: Der Kunde kann seine Daten während der Vertragslaufzeit jederzeit über die Exportfunktion herunterladen. Nach Vertragsende stellt der Anbieter die Daten nach Wahl des Kunden für weitere 30 Tage zum Export bereit oder löscht sie unmittelbar. Macht der Kunde von der Exportmöglichkeit innerhalb dieser Frist keinen Gebrauch, werden die Daten nach deren Ablauf gelöscht — vorbehaltlich gesetzlicher Aufbewahrungspflichten, insbesondere nach § 132 BAO.
Der Kunde erhält ein auf die Vertragslaufzeit beschränktes, nicht ausschließliches und nicht übertragbares Recht zur Nutzung der Software. Die Weitergabe der Zugangsdaten an Dritte außerhalb des Mandanten des Kunden ist untersagt.
Innerhalb seines Mandanten kann der Kunde weitere Benutzer anlegen. Die Zahl der im Tarif enthaltenen Benutzer und der Preis für jeden weiteren Benutzer ergeben sich aus der Preisliste auf erp.bms-gruppe.at; maßgeblich ist der zum Zeitpunkt der Buchung ausgewiesene Stand. Zum Stand dieser AGB sind im Tarif Business drei und im Tarif Professional zehn Benutzer enthalten; im Tarif Enterprise besteht keine Begrenzung.
bms ERP enthält einen KI-Assistenten, der auf Anfrage des Benutzers Daten aus dessen Mandanten auswertet und Vorgänge im System vorbereitet oder ausführt. Die Funktionen gliedern sich in drei Gruppen:
Prüfpflicht des Kunden: Die Ausgaben des Assistenten beruhen auf einem statistischen Sprachmodell und können unzutreffend oder unvollständig sein. Der Kunde ist verpflichtet, jede Ausgabe vor ihrer Verwendung zu prüfen — insbesondere vor der Freigabe von Vorgängen mit Wirkung gegenüber Dritten und vor der Übernahme in die Buchhaltung. Der Assistent ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung.
Zulässige Nutzung: Der Kunde darf den Assistenten nicht für rechtswidrige Zwecke einsetzen, nicht versuchen, die Sicherheitsvorkehrungen oder die Mandantentrennung zu umgehen, und keine Inhalte eingeben, zu deren Verarbeitung er nicht berechtigt ist. Bei missbräuchlicher Nutzung kann der Anbieter die Funktion für den betroffenen Mandanten sperren.
Übermittlung an den Modellanbieter: Zur Beantwortung werden die Eingabe des Benutzers und die dafür erforderlichen Geschäftsdaten an Anthropic PBC übermittelt. Einzelheiten zu Zweck, Aufbewahrung und Absicherung ergeben sich aus Punkt 5 der Datenschutzerklärung und aus dem Auftragsverarbeitungsvertrag.
Verfügbarkeit und Änderungen: Die KI-Funktion setzt die Verfügbarkeit eines Drittanbieters voraus. Ihr Ausfall gilt als Ausfall eines Drittanbieters im Sinne des § 7. Der Anbieter darf das eingesetzte Modell und den Funktionsumfang des Assistenten weiterentwickeln; § 2 gilt sinngemäß.
Haftung: Für Schäden aus der Verwendung von Ausgaben des Assistenten haftet der Anbieter nach Maßgabe des § 13. Eine Haftung für Entscheidungen, die der Kunde auf Grundlage einer nicht geprüften Ausgabe trifft, ist ausgeschlossen, soweit dem Anbieter nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt.
Mit Abschluss eines kostenpflichtigen Tarifs und damit nach Ablauf der kostenlosen Testphase erteilt der Kunde dem Anbieter widerruflich das Recht, Firmennamen und Logo des Kunden als Referenz auf der eigenen Website und in Marketingmaterialien anzuführen. Der Widerspruch ist jederzeit per E-Mail an future-energy@bmsystems.at möglich und wird binnen 30 Tagen berücksichtigt.
Beide Parteien behandeln vertrauliche Informationen, die sie im Rahmen der Vertragsbeziehung erhalten, streng vertraulich. Die Geheimhaltungspflicht besteht auch nach Vertragsende fort, solange die Informationen nicht öffentlich bekannt sind.
Der Anbieter haftet uneingeschränkt für Schäden aus Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
Im Übrigen ist die Haftung auf den vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schaden begrenzt, höchstens jedoch auf die im Jahr vor Schadenseintritt gezahlten Nutzungsentgelte.
Für Datenverlust haftet der Anbieter höchstens in dem Umfang, der auch bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden entstanden wäre. Der Kunde ist verpflichtet, regelmäßig eigene Sicherungen seiner Daten über die Exportfunktion anzufertigen.
Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern. Änderungen werden dem Kunden per E-Mail mindestens 30 Tage vor ihrem Inkrafttreten mitgeteilt. Der Kunde ist berechtigt, den Änderungen innerhalb dieser Frist in Textform zu widersprechen. Widerspricht der Kunde nicht fristgerecht, gelten die Änderungen als angenommen; auf dieses Widerspruchsrecht wird in der Änderungsmitteilung ausdrücklich hingewiesen. Widerspricht der Kunde fristgerecht, ist der Anbieter berechtigt, den Vertrag zum Wirksamkeitszeitpunkt der Änderung außerordentlich zu kündigen.
Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Als Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag wird das sachlich zuständige Gericht in Steyr, Österreich, vereinbart.